Fernstudium Erlebnispädagogik

Das Fernstudium Erlebnispädagogik bietet pädagogischen Fachkräften und all denjenigen, die dies noch werden wollen, die Chance, sich flexibel und örtlich sowie zeitlich unabhängig intensiv mit der Disziplin der Erziehungswissenschaften auseinanderzusetzen. Dabei handelt es sich um eine spezielle Disziplin der Pädagogik, die Erlebnisse in den Vordergrund stellt und diese als Schlüssel zur Persönlichkeitsentwicklung betrachtet. Da die Maßnahmen dieser pädagogischen Fachrichtung üblicherweise mit Gruppen-Erfahrungen einhergehen, ist eine Förderung der sozialen Kompetenzen ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil. Pädagogische Konzepte mit ganzheitlichem Ansatz setzen zumindest teilweise auch auf die Erlebnispädagogik, so dass entsprechende Kenntnisse eine vielversprechende Zusatzqualifikation darstellen.

Erlebnispädagogik Definition – Was ist Erlebnispädagogik?

Zunächst stellt sich die Frage, worum es sich bei der Erlebnispädagogik konkret handelt. Der Definition entsprechend versteht man darunter die Gesamtheit aller pädagogischen Methoden, die für Erlebnisse in der Natur sorgen und dabei üblicherweise auf Gruppenerfahrungen setzen. Erlebnispädagogen entwickeln entsprechende Konzepte und schaffen in ihrer Arbeit eine Verbindung zwischen Natur, Gemeinschaft und Erlebnis. Auf diese Art und Weise sind besondere Erfahrungen garantiert, schließlich handelt es sich bei den erlebnispädagogischen Spielen und Trainings oftmals um nicht alltägliche Dinge, wie zum Beispiel Klettertouren.

Wer nach einer allgemeinen Definition des Begriffs Erlebnispädagogik sucht, stellt somit fest, dass man darunter pädagogische Maßnahmen versteht, die in erster Linie auf Naturerlebnisse in Kombination mit den Effekten der Gruppendynamik setzen.

Ziele der Erlebnispädagogik

Auf den ersten Blick sieht in der Erlebnispädagogik alles nach Spaß aus, so dass sich zuweilen die Frage stellt, worin die Unterschiede zu einer aktiven Freizeitgestaltung bestehen. Was macht die Erlebnispädagogik zu einem Fachgebiet der Pädagogik? Diese Frage lässt sich beantworten, indem man den Zielen Aufmerksamkeit schenkt. Im Rahmen einer aktiven Freizeitgestaltung geht es einzig und allein um Spaß und Unterhaltung. Die erlebnisorientierte Pädagogik verfolgt dahingegen konkrete pädagogische Ziele und will durch Natur-Erfahrungen in der Gruppe die sozialen Kompetenzen der Teilnehmer und gleichzeitig ihre Persönlichkeit fördern. Neue Erfahrungen, die die Teilnehmer zuweilen auch an ihre Grenzen bringen, sorgen für eine besondere Gruppendynamik, die nachhaltig positiven Einfluss auf die sozialen Kompetenzen hat. Darüber hinaus wird das Selbstvertrauen gestärkt, was für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung von unschätzbarem Wert sein kann.

Erlebnispädagogik-Spiele

Um ihre Ziele zu erreichen, setzt die Abenteuerpädagogik auf diverse Spiele und Aktivitäten. Zu den typischen erlebnispädagogischen Trainings gehört unter anderem das Klettern, aber auch Kooperationsübungen und Vertrauensspiele gehören zum Repertoire der Erlebnispädagogik, die auf Elemente der Theaterpädagogik, Sozialarbeit, Spielpädagogik sowie Abenteuerpädagogik zurückgreift.

Freizeitpädagogik und Erlebnispädagogik als Studium

Die Freizeitpädagogik und Erlebnispädagogik können nicht nur Gegenstand eines klassischen Pädagogikstudiums sein, sondern ebenfalls in einem eigenständigen Studiengang in Erscheinung treten. Das Studium Erlebnis- und Freizeitpädagogik widmet sich zunächst den allgemeinen Grundlagen der Erziehungswissenschaften, um anschließend vertieft auf die Erlebnis- und Freizeitpädagogik einzugehen. Im Zuge dessen stehen unter anderem die folgenden Inhalte auf dem Plan:

  • Gesundheitswissenschaften
  • soziale Arbeit
  • Spielpädagogik
  • erlebnispädagogische Förderung und Intervention
  • Entwicklungspsychologie

Erlebnispädagoge-Ausbildung als berufsbegleitendes Fernstudium

Wer eine Ausbildung als Erlebnispädagoge absolvieren will und gleichzeitig auf eine berufsbegleitende Qualifizierung setzt, findet besonderen Gefallen an dem akademischen Fernstudium Erlebnispädagogik. Die Aussicht darauf, per Fernstudium den anerkannten Bachelor oder Master in Erlebnispädagogik zu erwerben, erscheint überaus verlockend. Dabei darf man allerdings nicht vergessen, dass praktische Einheiten ein wesentlicher Bestandteil des Studiums Erlebnispädagogik sind. Die Studierenden müssen die Spiele schließlich kennen und die Outdoor-Aktivitäten beherrschen, die sie als pädagogische Erlebnisse einsetzen möchten. Ein Fernstudium Erlebnispädagogik ist aus diesem Grund nur bedingt möglich.

Weiterbildung per Fernkurs für Erlebnispädagogen

Eine Alternative zu einem akademischen Fernstudium kann eine Weiterbildung per Fernkurs sein. Im Zuge eines solchen Fernlehrgangs können sich beispielsweise pädagogische Fachkräfte neben dem Beruf mit der Erlebnispädagogik befassen und eine Zusatzqualifikation erwerben, die sie beruflich weiter voranbringt und ihren Kompetenzbereich erweitert. Verschiedene Anbieter sind in diesem Segment tätig und ermöglichen so gewissermaßen eine Umschulung beziehungsweise Weiterbildung zur Erlebnispädagogin beziehungsweise zum Erlebnispädagogen. Ein reines Fernstudium ohne jegliche Präsenzen wird man aber auch hier kaum finden, so dass man sich auch bei einer berufsbegleitenden Weiterbildung auf praktische Einheiten und/oder praktische Seminare einstellen muss.

Karriere und Verdienst als Erlebnispädagoge

Unabhängig davon, ob man eine Weiterbildung, ein Fernstudium oder eine anderweitige Ausbildung im erlebnispädagogischen Bereich absolviert hat, können sich durchaus interessante Berufschancen ergeben. So ist eine entsprechende Karriere unter anderem in den folgenden Bereichen möglich:

  • Outdoor-Training
  • Schule
  • Motivationstraining
  • Jugendhilfe
  • Altenbetreuung
  • Behindertenhilfe

Der Verdienst als Erlebnispädagoge hängt von zahlreichen Faktoren ab und lässt sich kaum verallgemeinern. Im Durchschnitt bewegt sich das Gehalt zwischen 24.000 Euro und 40.000 Euro brutto im Jahr.