Fernstudium Bewegungspädagogik

Das Fernstudium Bewegungspädagogik ist eher selten zu finden, denn Bewegungspädagogen benötigen üblicherweise nicht nur fundierte theoretische Kenntnisse, sondern zudem eine umfassende praktische Ausbildung. Nichtsdestotrotz existieren dennoch vereinzelte Fernstudienangebote, so dass es durchaus möglich ist, ein Fernstudium Bewegungspädagogik zu absolvieren. In diesem Zusammenhang sollten sich Interessenten aber darauf einstellen, dass einige verpflichtende Präsenzen anstehen, in deren Rahmen die bewegungspädagogischen Kompetenzen vertieft werden. Kennzeichnend für ein solches Fernstudium zum Bewegungspädagogen ist es, dass die Teilnehmer zunächst mit den betreffenden Materialien versorgt werden und diese eigenständig daheim durcharbeiten, bevor sie an den vorgesehenen Seminaren vor Ort teilnehmen und auf diese Art und Weise intensiv auf die Praxis der Bewegungspädagogik eingehen. Ein reines Fernstudium findet demnach nicht statt.

Was ist Bewegungspädagogik? – Definition

Zunächst stellt sich die Frage, was sich eigentlich hinter dem Begriff Bewegungspädagogik verbirgt. Viele Menschen können zunächst nur wenig mit diesem zusammengesetzten Ausdruck anfangen, so dass eine Definition hermuss. So lässt sich sagen, dass sich diese grundsätzlich der Konzeption und Durchführung von Kursen und weiteren Bildungsangeboten im Bereich Bewegung, Tanz, Gymnastik und Sport widmet. In Anbetracht der Tatsache, dass Bewegungsmangel gewissermaßen ein Volksleiden ist und bei vielen Menschen zu Folgeerkrankungen führt, wird die Arbeit von Bewegungspädagogen immer wichtiger. In diesem Zusammenhang darf die Psychomotorik nicht unerwähnt bleiben, die die fachliche Basis darstellt. Diese geht von einem kausalen Zusammenhang zwischen psychischen Vorgängen und Bewegung aus. Im Rahmen spezieller Therapien wird dies genutzt und kommt insbesondere Kindern und Jugendlichen zugute. Ansatzpunkte für die Psychomotorik und Bewegungstherapie sind Verhaltensauffälligkeiten, Probleme bei der Wahrnehmungsverarbeitung, mangelndes Selbstvertrauen sowie Bewegungsstörungen. Hier setzt die psychomotorische Therapie an und verfolgt im Wesentlichen die folgenden Ziele:

  • Stärkung des Selbstvertrauens
  • Ausbau sozialer Kompetenzen
  • Förderung der Koordination und des Gleichgewichts
  • Körpererfahrungen
  • Schulung von Kraft und Beweglichkeit
  • Förderung der Wahrnehmung
  • Förderung der Motorik

Bewegungserziehung im Kindergarten ist somit nicht nur altersgerechte Bewegung, sondern verfolgt pädagogische Ziele, um die Entwicklung der Kinder nachhaltig positiv zu beeinflussen. Bewegungspädagogen können sich aber natürlich gegebenenfalls auch um ältere Klienten kümmern, wobei Kinder und Jugendliche eindeutig im Fokus stehen. Zumeist handelt es sich bei entsprechenden Therapien um Gruppenangebote, die in Zusammenarbeit mit Erzieher/innen, Eltern und Lehrer/innen gestaltet werden.

Bewegungspädagogik – Studium, Ausbildung oder Weiterbildung

Wer sich ausführlich mit bewegungspädagogischen Inhalten befassen möchte, hat mehr oder weniger die Qual der Wahl und stellt sich die Frage, ob er Bewegungspädagogik studieren soll oder ob die Möglichkeit besteht, eine Ausbildung in Bewegungserziehung zu machen. Ausgebildete Erzieher, Sozialarbeiter, Lehrer und anderweitige pädagogische Fachkräfte werden dahingegen mit einer Weiterbildung liebäugeln. Es stellt sich somit die ganz grundsätzliche Frage, wie man sich als Bewegungspädagoge qualifiziert. Auf der Suche nach entsprechenden Optionen stößt man auf vielfältige Lehrgänge, die als Aus- oder Weiterbildung bezeichnet werden. Ganz grundsätzlich gibt es keine anerkannte Ausbildung, so dass es sich bei solchen Qualifizierungsangeboten eher um Weiterbildungen handelt. Ob und inwiefern Vorkenntnisse vorausgesetzt werden, hängt jedoch vom Anbieter ab und lässt sich pauschal nicht beantworten. Angehende Bewegungspädagogen tun demnach gut daran, sich umfassend zu informieren und das Informationsmaterial verschiedener Institute anzufordern, um sich ein genaues Bild von den Qualifizierungsmöglichkeiten zu machen.

Unter anderem stoßen angehende Bewegungspädagogen auch auf Studienangebote verschiedener Hochschulen. So kann man an der einen oder anderen Hochschule ein bewegungspädagogisches Studium absolvieren und im Zuge dessen beispielsweise den akademischen Grad Bachelor in einem der folgenden Bereiche erlangen:

  • Bewegungspädagogik
  • Tanzpädagogik
  • Psychomotorik
  • Bewegungstherapie

Bewegungspädagogik als Fernstudium

Angehende Bewegungspädagogen, die in Zusammenhang mit ihrer Qualifizierung besonderen Wert auf Flexibilität legen und diese berufsbegleitend absolvieren wollen, dürften von dem Fernstudium Bewegungspädagoge sehr angetan sein. Diesbezüglich muss man jedoch einiges beachten. So geht es üblicherweise nicht vollkommen ohne Präsenzen, so dass nicht das gesamte Fernstudium am heimischen Schreibtisch absolviert werden kann. Darüber hinaus handelt es sich bei einer als Fernstudium beworbenen Qualifizierung längst nicht immer um eine akademische Ausbildung, sondern oftmals um Fernkurse.

Bewegungspädagoge – Berufschancen und Gehalt

Unabhängig davon, auf welche Art und Weise man sich als Bewegungspädagoge qualifizieren möchte, sind die Berufsaussichten und Verdienstmöglichkeiten von großem Interesse. Gymnastik, Tanz und Sport bilden das Terrain, in dem sich ein Bewegungspädagoge nach abgeschlossener Ausbildung bewegt. Auf der Suche nach geeigneten Stellenangeboten stößt man vor allem auf Beschäftigungsmöglichkeiten aus den folgenden Bereichen:

  • Kindergärten
  • Jugendhilfe
  • Pflegeeinrichtungen
  • Krankenhäuser
  • Kinder- und Jugendheime
  • Physiotherapiepraxen
  • Vorsorgeeinrichtungen
  • Rehabilitationskliniken

Das durchschnittliche Gehalt eines Bewegungspädagogen bewegt sich im Allgemeinen zwischen 22.000 Euro und 40.000 Euro brutto im Jahr, wobei das konkrete Einkommen von zahlreichen Faktoren abhängt und daher von Fall zu Fall variiert.

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